Quartalsprognose Globale Value-Aktien

Datum: 11. Oktober 2019 - 14:20 Uhr

Die globalen Aktien legten im dritten Quartal zwar 4,2 Prozent zu, aber dieser Zuwachs war primär dem steigenden US-Dollar geschuldet.

Die Aufwertung des US-Dollars veranschaulicht wiederum, dass viele Anleger zunehmend sichere Häfen suchen; auch der steigende Goldpreis ist Ausdruck dieses Trends. Ursache für den weichenden Risikoappetit ist die anhaltende Eintrübung der Wirtschaftsdaten, ein rückläufiges Ertragswachstum und eine Zinskurve, die auf ein markant erhöhtes Rezessionsrisiko in den kommenden zwölf Monaten hinweist. Hinzu kommt der nach wie vor ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China, der zusätzlich Unsicherheit schürt und die Investitionslust der Unternehmen dämpft. Die Entwicklung rief denn auch etliche Zentralbanken auf den Plan mit Zinssenkungen und anderen geldpolitischen Lockerungen, wie verstärkt auch der Ruf nach steuerlichen Anreizen zu hören war.

Wie im letzten Quartalskommentar dargelegt setzen Anleger bei trüberen Wachstumsaussichten und sinkenden Zinsen auf Growth- bzw. stabile/defensive Aktien. So auch in den ersten beiden Monaten des dritten Quartals, bis im September plötzlich eine Kehrtwende eintrat. Innerhalb von wenigen Tagen war am Markt eine massive Outperformance seitens der Value-Aktien zu erleben, die letztendlich in der soliden Performance unserer Value-Portfolios im September resultierte. Die Hauptursache für diese Entwicklung scheint in der Positionierung zu liegen: alle setzen heute auf Wachstum und Stabilität, keiner auf Value. Deshalb braucht es für eine Outperformance der Value-Aktien auch nicht viel. Bildlich dargestellt entspricht die Situation einem Wald nach monatelanger Dürre - ein Funken reicht, um ein Feuer zu entfachen. Wie bereits im letzten Kommentar ausgeführt verwalten wir derzeit so günstige Value-Portfolios wie noch nie. Gleiches gilt, mit umgekehrtem Vorzeichen, für die Growth- bzw. stabilen/defensiven Aktien: selten waren diese so teuer wie heute. Unserer Einschätzung nach bietet diese interne Polarisierung im Markt interessante Möglichkeiten und nährt den Boden für eine solide Entwicklung unserer Value-Portfolios, wenn auch das exakte Timing nur schwer abzuschätzen ist. Der besagte Funken, den es für ein Entfachen der Value-Aktien braucht, könnte beispielsweise vom verstärkten Einsatz steuerlicher Anreize, einer Einigung im Handelsstreit oder einer Stabilisierung der Wirtschaftsdaten kommen.

Der größte Risikoherd wird in den kommenden zwölf Monaten weiterhin von den fallenden Zinsen und der zunehmenden Furcht einer Rezession herrühren, verstärkt durch den nach wie vor ungelösten Handelsstreit. In der Regel performen die eher zyklischen Value-Titel in Zeiten, die tendenziell auf eine Rezession hindeuten, schlechter als der Markt. Von der Regel unterscheidet sich derzeit jedoch, dass viele unserer Titel bereits zu Rezessionspreisen gehandelt werden.

USA
Die US-amerikanischen Aktien legten im dritten Quartal zwar 5,7 Prozent zu, aber dieser Zuwachs war primär dem steigenden US-Dollar geschuldet. Die Aufwertung des US-Dollars veranschaulicht wiederum, dass viele Anleger zunehmend sichere Häfen suchen; auch der steigende Goldpreis ist Ausdruck dieses Trends. Ursache für den weichenden Risikoappetit ist die anhaltende Eintrübung der Wirtschaftsdaten, ein rückläufiges Ertragswachstum und eine Zinskurve, die auf ein markant erhöhtes Rezessionsrisiko in den kommenden zwölf Monaten hinweist. Hinzu kommt der nach wie vor ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China, der zusätzlich Unsicherheit schürt und die Investitionslust der Unternehmen dämpft. Die Entwicklung rief denn auch die US-Bundesbank auf den Plan mit ganzen zwei Zinssenkungen und verschiedenen liquiditätssteigernden Maßnahmen.
Wie im letzten Quartalskommentar dargelegt setzen Anleger bei trüberen Wachstumsaussichten und sinkenden Zinsen auf Growth- bzw. stabile/defensive Aktien. So auch in den ersten beiden Monaten des dritten Quartals, bis im September plötzlich eine Kehrtwende eintrat. Innerhalb von wenigen Tagen war am Markt eine massive Outperformance seitens der Value-Aktien zu erleben, die letztendlich in der soliden Performance unseres US-amerikanischen Value-Portfolios im September resultierte. Die Hauptursache für diese Entwicklung scheint in der Positionierung zu liegen: alle setzen heute auf Wachstum und Stabilität, keiner auf Value. Deshalb braucht es für eine Outperformance der Value-Aktien auch nicht viel. Bildlich dargestellt entspricht das einem Wald nach monatelanger Dürre - ein Funken reicht, um ein Feuer zu entfachen. Wie bereits im letzten Kommentar ausgeführt verwalten wir derzeit so günstige Value-Portfolios wie noch nie. Gleiches gilt, mit umgekehrtem Vorzeichen, für die Growth- bzw. stabilen/defensiven Aktien: selten war diese so teuer wie heute. Unserer Einschätzung nach bietet diese interne Polarisierung im Markt interessante Möglichkeiten und nährt den Boden für eine solide Entwicklung unserer Value-Portfolios, wenn auch das exakte Timing nur schwer abzuschätzen ist. Der besagte Funken, den es für ein Entfachen der Value-Aktien braucht, könnte beispielsweise vom verstärkten Einsatz steuerlicher Anreize, einer Einigung im Handelsstreit oder einer Stabilisierung der Wirtschaftsdaten kommen.

Der größte Risikoherd wird in den kommenden zwölf Monaten weiterhin von den fallenden Zinsen und der zunehmenden Furcht einer Rezession herrühren, verstärkt durch den nach wie vor ungelösten Handelsstreit. In der Regel performen die eher zyklischen Value-Titel in Zeiten, die tendenziell auf eine Rezession hindeuten, schlechter als der Markt. Von der Regel unterscheidet sich derzeit jedoch, dass viele unserer Titel bereits zu Rezessionspreisen gehandelt werden.

Europa
Aufgrund eines abnehmenden Risikoappetits gaben die europäischen Aktien im dritten Quartal 1,8 Prozent nach, ausgelöst durch die anhaltende Verschlechterung der Wirtschaftsdaten, ein rückläufiges Ertragswachstum und zunehmend negative Zinsen europaweit. Hinzu kommt der nach wie vor ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China, der zusätzlich Unsicherheit schürt und die Investitionslust der Unternehmen dämpft. Die Entwicklung rief denn auch die Europäische Zentralbank auf den Plan mit einer geringfügigen Zinssenkung im September.

Wie im letzten Quartalskommentar dargelegt setzen Anleger bei trüberen Wachstumsaussichten und sinkenden Zinsen auf Growth- bzw. stabile/defensive Aktien. So auch in den ersten beiden Monaten des dritten Quartals, bis im September plötzlich eine Kehrtwende eintrat. Innerhalb von wenigen Tagen war am Markt eine massive Outperformance seitens der Value-Aktien zu erleben, die letztendlich in der guten Performance unseres europäischen Value-Portfolios im September resultierte. Die Hauptursache für diese Entwicklung scheint in der Positionierung zu liegen: alle setzen heute auf Wachstum und Stabilität, keiner auf Value. Deshalb braucht es für eine Outperformance der Value-Aktien auch nicht viel. Bildlich dargestellt entspricht das einem Wald nach monatelanger Dürre - ein Funken reicht, um ein Feuer zu entfachen. Wie bereits im letzten Kommentar ausgeführt verwalten wir derzeit so günstige Value-Portfolios wie noch nie. Gleiches gilt, mit umgekehrtem Vorzeichen, für die Growth- bzw. stabilen/defensiven Aktien: selten war diese so teuer wie heute. Unserer Einschätzung nach bietet diese interne Polarisierung im Markt interessante Möglichkeiten und nährt den Boden für eine solide Entwicklung unserer Value-Portfolios, wenn auch das exakte Timing nur schwer abzuschätzen ist. Der besagte Funken, den es für ein Entfachen der Value-Aktien braucht, könnte beispielsweise vom verstärkten Einsatz steuerlicher Anreize, einer Einigung im Handelsstreit oder einer Stabilisierung der Wirtschaftsdaten kommen.

Der größte Risikoherd wird in den kommenden zwölf Monaten weiterhin von den fallenden Zinsen und der zunehmenden Furcht einer Rezession herrühren, verstärkt durch den nach wie vor ungelösten Handelsstreit. In der Regel performen die eher zyklischen Value-Titel in Zeiten, die tendenziell auf eine Rezession hindeuten, schlechter als der Markt. Von der Regel unterscheidet sich derzeit jedoch, dass viele unserer Titel bereits zu Rezessionspreisen gehandelt werden.

Zurück