Quartalserwartungen EM Bonds & Local Bonds

Datum: 10. Januar 2019 - 13:00 Uhr

2019 nicht ohne Herausforderungen - und durchaus mit Möglichkeiten

Große Schwankungen und negative Erträge prägten das vergangene Jahr. Trotz Herausforderungen und unumgänglichen Schwankungen erwarten wir für 2019 keine Wiederholung.
Die US-amerikanischen Zinsen sind 2018 stark gestiegen; die US-Bundesbank hob den Zins im Jahresverlauf viermal an. Von entsprechenden Zinssteigerungen in diesem Jahr gehen wir nicht aus. Die US-Bundesbank hatte nach ihrer letzten Sitzung in 2018 weichere Töne verlauten lassen und für 2019 nur noch bis zu zwei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, gleichzeitig jedoch auch an der für 2019 vorgesehenen Bestandsreduzierung festgehalten, wodurch die Renditen der US-Bundesanleihen unter Aufwärtsdruck geraten könnten.

Der unberechenbare Kurs von US-Präsident Trump dürfte die globalen Finanzmärkte auch 2019 prägen und stellt das größte Risiko dar. Wenn auch Präsident Trump zuweilen positiv überrascht, löst die Unberechenbarkeit an sich bereits eine Unsicherheit aus, die der Investitionslust einen Dämpfer aufsetzen könnte, mit einem entsprechenden realwirtschaftlichen Effekt zur Folge.

Die chinesische Wirtschaft dürfte 2019 einen langsameren Gang einlegen. Grundlegend ist das so lange unproblematisch, wie die Konjunktur um ein starkes Abbremsen herumkommt. Allerdings sind wir dem Wirtschaftswachstum der Volksrepublik und übrigen Schwellenländer nun weniger optimistisch gestimmt, als zu Beginn letzten Jahres.

Die spezifische Lage in den einzelnen Ländern wie etwa Währungsprobleme in Argentinien und der Türkei sowie Wahlen in Mexiko und Brasilien prägten die Schwellenländermärkte generell. Die spezifischen Länderentwicklungen lassen sich nur schwer vorhersagen, aber sicher ist, dass in 2019 weniger Wahlen auf dem Programm stehen als im vergangenen Jahr. Derzeit machen die im Oktober in Argentinien anstehenden Wahlen den größten Risikofaktor aus.

Ein schlechtes Jahr 2018 hat die Renditespanne zu den Schwellenländeranleihen ausgeweitet und die Schwellenländerwährungen geschwächt. Für 2019 ist damit ein recht solider Ausgangspunkt geschaffen. Da zum Teil bereits eingepreist, eröffnen etliche der vorstehend genannten Risiken durchaus auch Möglichkeiten, und vor diesem Hintergrund könnte sich 2019 nicht nur als herausfordernd, sondern auch als chancenreich erweisen.

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