Ausblick: Dänische Anleihen

31.01.2018 12:40:00

Erwartungen an das kommende Quartal.

Die Aussicht auf ein relativ starkes Wachstum, niedrige Arbeitslosigkeit und Steuererleichterungen in den USA kann 2018 zusammen mit mehreren Zinserhöhungen einen Aufwärtsdruck auf die US-amerikanischen Renditen auslösen. Eine relativ niedrige Inflation hat die Zinsen im vergangenen Jahr weitgehend unverändert belassen; dies kann sich jedoch im Laufe von 2018 im Zuge abnehmender günstiger Basiseffekte ändern. Zieht die Inflation kräftiger an als erwartet, so dürfte auch die US-Bundesbank ihre Geldpolitik stärker straffen als prognostiziert. Das würde in 2018 den Aufwärtsdruck auf die Zinsen erhöhen und den Abwärtsdruck auf den US-Dollar dämpfen.

Auch in Europa sind die Konjunkturaussichten hell, und die positive Entwicklung dürfte 2018 anhalten. Die Europäische Zentralbank wird ihr Anleihekaufprogramm 2018 allmählich zurückfahren und im Herbst wahrscheinlich völlig beenden. Infolgedessen geraten die europäischen Zinsen 2018 unter Aufwärtsdruck, werden jedoch von einer relativ niedrigen Inflation in Schach gehalten. Anfang März finden in Italien Wahlen statt, und ein gutes Abschneiden der euroskeptischen Parteien könnte Unsicherheit um die europäische Wirtschaft aufkommen lassen.

Was Leitzinserhöhungen anbelangt dürfte die dänische Nationalbank die nächsten Schritte der EZB abwarten. Der große Leistungsbilanzüberschuss und die nach wie vor attraktiven Möglichkeiten am dänischen Rentenmarkt insbesondere für Investoren, die in US-Dollar anlegen, resultieren in einem strukturellen Kapitalzufluss nach Dänemark, der die dänische Krone unterstützt und Zinserhöhungen bis nach einer Zinserhöhung seitens der EZB aufschiebt. In Dänemark erwarten wir noch für einige Zeit unveränderte Zinsen am kurzen Ende, während die Zinsen am langen Ende eher das allgemeine Zinsbild abbilden werden.

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